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Historisch

Space Shuttle

Das Raumflugzeug — 30 Jahre US-Raumfahrt (1981-2011)

Das Space Shuttle war das erste wiederverwendbare Raumfahrtsystem und 30 Jahre lang das Flaggschiff der US-Raumfahrt. 135 Starts, 5 Orbiters (Columbia, Challenger, Discovery, Atlantis, Endeavour), 2 tragische Verluste.

Space Shuttle
Spezifikationen
Orbiters5 (Columbia, Challenger, Discovery, Atlantis, Endeavour)
Höhe56 m (gesamtes System)
Nutzlast LEO24,4 t
Besatzung5-7 Astronauten
Triebwerke3x RS-25 Haupttriebwerke + 2x SRB
Erster Flug12. April 1981
Letzter Flug21. Juli 2011
Starts135
VerlusteChallenger (1986), Columbia (2003)
WiederverwendbarOrbiter + SRB

Das Versprechen des Raumflugzeugs

Das Space Shuttle sollte die Raumfahrt revolutionieren: günstig, häufig fliegend, wie ein Flugzeug landen. Die Realität war komplexer: Jeder Shuttle-Flug kostete ca. 1,4 Milliarden Dollar (vs. versprochene 50 Millionen). Die Wartung war aufwändig, die Flugrate niedrig. Trotzdem hat das Shuttle die Raumfahrt 30 Jahre lang geprägt wie kein anderes Programm.

Challenger und Columbia — Die dunklen Kapitel

Das Space Shuttle-Programm erlebte zwei Katastrophen: Am 28. Januar 1986 zerbrach Challenger STS-51-L kurz nach dem Start — ein versagendes O-Ring-Dichtungsglied der Solid Rocket Booster an einem ungewöhnlich kalten Morgen kostete alle 7 Besatzungsmitglieder das Leben. Am 1. Februar 2003 zerbrach Columbia beim WiedereintrittRückkehr in die Atmosphäre — Temperaturen bis 1.650°C durch Luftkompression. Mehr → — ein Stück Isolierschaum hatte beim Start den Hitzeschild beschädigt. Beide Katastrophen führten zu langen Untersuchungen und tiefgreifenden Programmänderungen.

Unvergessliche Leistungen

Trotz der Kosten und Tragödien hat das Shuttle Enormes geleistet: Das Hubble Space Telescope wurde gestartet und fünf Mal gewartet (rettende Reparaturen 1993), alle Kernmodule der ISS wurden per Shuttle gebracht, und mehr als 355 verschiedene Astronauten aus aller Welt flogen auf dem Shuttle. Astronauten wie Sally Ride (erste US-Amerikanerin, 1983) schrieben Geschichte.

Das Erbe

Nach 135 Missionen landete das letzte Shuttle (Atlantis, STS-135) am 21. Juli 2011 in Kennedy Space Center. Die Orbiters sind heute in Museen ausgestellt. Die RS-25-Triebwerke des Shuttles fliegen weiter — in NASAs SLS-Rakete für das Artemis-Mondprogramm.

Videos

How The Space Shuttle Worked — Full Documentary

Challenger-Katastrophe 1986 — On Live TV (Doku)

Verwandte Themen

NASA ISS SLS (Nachfolger) Solid Rocket Booster Challenger

Ähnliche Raketen

Häufige Fragen

Was verursachte die Challenger-Katastrophe 1986? +
Am 28. Januar 1986 versagte ein O-Ring-Dichtungsring des rechten Solid Rocket Boosters bei ungewöhnlich kalten Temperaturen (−2°C am Morgen). Heißes Gas brannte durch die Verbindung, entzündete den Außentank und zerbrach das Fahrzeug 73 Sekunden nach dem Start. Alle 7 Besatzungsmitglieder starben. Die Rogers Commission stellte fest, dass interne Warnungen von Ingenieuren ignoriert wurden.
Warum war das Space Shuttle so teuer? +
Das Shuttle war als günstige, wiederverwendbare Alternative geplant — 50 Millionen Dollar pro Flug. Tatsächlich kostete jeder Flug ~1,4 Milliarden Dollar. Die Erststufe war nicht vollständig wiederverwendbar (Außentank wurde weggeworfen), und jede Überholung der RS-25-Triebwerke war extrem aufwändig. Der politische Druck, viele Zulieferer in verschiedenen US-Staaten zu beschäftigen, trieb die Kosten.
Wie viele Space-Shuttle-Missionen gab es insgesamt? +
135 Starts in 30 Jahren (1981–2011). Davon: 54 Missionen zur ISS, 26 zum Hubble Space Telescope und anderen Satelliten, 9 Missionen zur Mir-Station. 5 Orbiters wurden gebaut: Columbia, Challenger, Discovery, Atlantis, Endeavour. 2 gingen verloren: Challenger (1986) und Columbia (2003).
Wo kann man ein Space Shuttle heute besichtigen? +
Discovery steht im Steven F. Udvar-Hazy Center bei Washington D.C. Atlantis ist im Kennedy Space Center Visitor Complex in Florida ausgestellt. Endeavour befindet sich im California Science Center in Los Angeles. Das Testfahrzeug Enterprise steht im Intrepid Sea, Air & Space Museum in New York. Alle vier sind öffentlich zugänglich.

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