Die ISS wurde in 40+ Montageschritten über 13 Jahre hinweg zusammengebaut — hauptsächlich mithilfe des Space Shuttles und russischer Sojus/Proton-Raketen. Der erste Baustein war das russische Zarya-Modul (November 1998). Der Bau gilt als eines der größten Ingenieurprojekte der Geschichte.
Forschung auf der ISS
Täglich laufen Hunderte Experimente: Medizin (Wie verändert sich der Körper im All?), Materialwissenschaft, Physik, Biologie, Astrophysik. Viele Erkenntnisse haben direkte Anwendungen auf der Erde — von Medikamenten bis zu Materialien für Autos.
Deutsche Astronauten
Alexander Gerst flog zweimal zur ISS (2014, 2018) und war 2018 erster deutscher ISS-Kommandant. Matthias Maurer flog 2021/22 für 177 Tage. Deutschland leistet mit Gerst und Maurer einen wichtigen Beitrag zur ISS-Forschung.
Die Zukunft der ISS
Die ISS soll bis 2030 betrieben und 2031 kontrolliert im Pazifik verglühen. Als Nachfolger werden private Stationen entwickelt: Axiom Space Module, Starlab (Sierra Space/Boeing/Voyager), und Dream Chaser als Shuttle-Nachfolger.
Häufige Fragen
Wie lange ist die ISS noch in Betrieb? +
Die ISS soll bis Ende 2030 betrieben werden. NASA hat einen Vertrag mit SpaceX abgeschlossen, um sie 2031 kontrolliert im Südpazifik zu verglühen — in der Nähe des "Raumfahrzeugfriedhofs" südlich von Neuseeland. Als Nachfolger werden kommerzielle Stationen entwickelt: Axiom Space, Starlab (Boeing/Sierra Space), und andere.
Was kostet der Betrieb der ISS pro Jahr? +
Der US-Anteil am ISS-Betrieb kostet NASA ca. 3–4 Milliarden USD pro Jahr. Inklusive aller internationalen Partner und Transportkosten werden ~6–8 Milliarden USD jährlich geschätzt. Sie ist damit das teuerste Bauwerk der Menschheitsgeschichte — die Gesamtkosten werden auf über 150 Milliarden USD geschätzt.
Kann man die ISS vom Boden aus sehen? +
Ja — die ISS ist mit bloßem Auge sichtbar und das hellste Objekt am Nachthimmel nach Sonne und Mond (Helligkeit bis -5,9 mag). Sie erscheint als heller, schnell bewegender Punkt, der in etwa 2–5 Minuten den Himmel überquert. Die NASA-App "Spot The Station" zeigt Überflugzeiten für jeden Standort.
Wer darf zur ISS fliegen? +
Ursprünglich nur Regierungsastronauten von NASA, Roscosmos, ESA, JAXA und CSA. Seit 2021 fliegen auch private Astronauten zur ISS — Axiom Space hat vier kommerzielle Missionen durchgeführt. Private Plätze kosten ca. 55 Mio. USD pro Sitz. Jared Isaacman, Valery Polyakov oder Anousheh Ansari gehören zu bekannten Weltraumtouristen.