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Pionier USA

Buzz Aldrin

Zweiter Mensch auf dem Mond — Apollo 11, 1969

"Magnificent desolation."

Buzz Aldrin war der zweite Mensch, der den Mond betrat — 20 Minuten nach Neil Armstrong, am 20. Juli 1969. Anders als der zurückgezogene Armstrong wurde Aldrin zum lautesten und leidenschaftlichsten Fürsprecher der Raumfahrt und des Mars-Traums, aktiv bis weit in sein neuntes Lebensjahrzehnt.

Buzz Aldrin
Geboren20. Januar 1930, Glen Ridge, New Jersey
AusbildungPhD Astronautik, MIT (1963)
MilitärUSAF Kampfpilot, Koreakrieg (66 Kampfeinsätze)
MissionenGemini 12, Apollo 11
Mondlandung20. Juli 1969
Zeit auf Mond2h 15min EVA
Zivile KarriereAutor, Unternehmer, NASA-Botschafter

"Magnificent Desolation"

Als Buzz Aldrin aus dem Mondmodul Eagle trat und den Mond betrat, schaute er sich um und sagte leise: "Magnificent desolation." Drei Wörter, die die surreale Schönheit und Einsamkeit des Monds besser beschreiben als tausend wissenschaftliche Berichte. Armstrong hatte das bekannte "One small step" gesagt — Aldrin hatte sein eigenes, ebenso einprägsames Zitat.

Gemini 12 — Der unterschätzte Held

Bevor Aldrin zum Mond flog, bewies er auf Gemini 12 (1966), dass Weltraumspaziergänge (EVAWeltraumspaziergang — Astronaut verlässt das Raumschiff im Weltraumanzug. Mehr →) funktionieren. Frühere Gemini-Astronauten hatten sich bei EVAs erschöpft und waren fast ohnmächtig geworden. Aldrin entwickelte neue Techniken, trainierte monatelang unter Wasser und absolvierte drei fehlerfreie EVAs — eine Schlüsselleistung für ApolloUS-Mondprogramm 1961–1972: 6 Mondlandungen, 12 Menschen auf dem Mond. Mehr →.

Nach dem Mond

Aldrin kämpfte nach Apollo 11 jahrelang mit Alkoholismus und Depression — er nennt es offen "reaching for the moon and falling back to earth." Er erholte sich, heiratete mehrmals, schrieb Bücher und wurde zu einem der sichtbarsten Raumfahrt-Botschafter. Er trat in Musikvideos auf (Snoop Dogg), besuchte den Südpol und kämpfte bis ins hohe Alter für eine bemannte Mars-Mission.

Missionen

Gemini 12
11.–15. November 1966 — Erster fehlerfreier EVA, bewies Machbarkeit von Weltraumspaziergängen
NASA
Apollo 11 →
16.–24. Juli 1969 — Mondlandung, Sea of Tranquility
NASA

Videos

Buzz Aldrin: Apollo 11 und "Magnificent Desolation"

Buzz Aldrin über Mars, Rente und die Zukunft der Raumfahrt

Verwandte Themen

Apollo 11 → Neil Armstrong → Michael Collins → Saturn V →

Weitere Pioniere

Häufige Fragen

Was sagte Buzz Aldrin auf dem Mond? +
Als Aldrin aus dem Mondmodul trat und die Mondoberfläche sah, sagte er: "Magnificent desolation" — herrliche Einöde. Es ist eines der prägnantesten Zitate der Raumfahrtgeschichte. Armstrongs "One small step" war das geplante offizielle Statement; Aldrins Worte waren spontan und persönlich.
Warum ist Aldrin bekannter als die meisten anderen Mondastronaut en? +
Anders als der zurückgezogene Neil Armstrong wurde Aldrin zu einem aktiven Raumfahrt-Botschafter. Er trat in Musikvideos auf (Snoop Dogg & Talib Kweli, 2009), besuchte den Südpol, schrieb mehrere Bücher und kämpfte öffentlich für eine Mars-Mission. Seine Offenheit über Alkoholismus und Depression machte ihn für viele Menschen zugänglicher als andere Apollo-Helden.
Litt Buzz Aldrin nach Apollo 11 unter Depressionen? +
Ja. Aldrin kämpfte nach Apollo 11 jahrelang mit Alkoholismus und klinischer Depression — er beschrieb es selbst als "reaching for the moon and falling back to earth." Er ließ sich behandeln, sprach öffentlich darüber und wurde zu einer frühen Stimme gegen das Stigma psychischer Erkrankungen, auch im militärischen und astronautischen Umfeld.
Was machte Aldrin auf Gemini 12, das so wichtig war? +
Aldrin bewies auf Gemini 12 (1966), dass Weltraumspaziergänge machbar sind. Frühere Astronauten hatten sich bei EVAs erschöpft und fast das Bewusstsein verloren. Aldrin entwickelte Unterwassertraining zur Vorbereitung und absolvierte drei fehlerfreie EVAs. Ohne diese Erkenntnisse hätte Apollo 11 in der Planungsphase ein großes offenes Risiko gehabt.

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