ApolloUS-Mondprogramm 1961–1972: 6 Mondlandungen, 12 Menschen auf dem Mond. Mehr → 8 war ein Glücksspiel. Das ursprüngliche Programm sah vor, die Mission im Erdorbit durchzuführen. Doch im August 1968 kam CIA-Information: Die Sowjetunion plante, noch 1968 zwei Kosmonauten um den Mond zu schicken. NASA-Chef George Low entschied: Apollo 8 fliegt sofort zum Mond — ohne die eigentlich geplante Mondlandefähre, nur mit der Command/Service Module.
Die mutigste Entscheidung der NASA
Frank Borman, Jim Lovell und Bill Anders trainierten 16 Wochen intensiv statt des üblichen Jahres. Als Saturn V am 21. Dezember 1968 startete, wusste niemand sicher, ob die Triebwerke im Mondorbit wieder zünden würden. Wenn nicht, wären die drei Astronauten im Mondorbit gefangen und gestorben. Die Zündung klappte.
Earthrise — Das Foto, das die Welt veränderte
Am 24. Dezember 1968, beim vierten Mondorbit, blickte Pilot Bill Anders aus dem Fenster und sah die Erde aufgehen hinter dem Mondrand — blau, zerbrechlich, allein im schwarzen Weltall. Er griff nach einer Farbfilmkassette, fotografierte, und schuf eines der meistreproduziertensten Fotos der Geschichte: "Earthrise". Das Bild wird oft als Auslöser der modernen Umweltbewegung bezeichnet — es zeigte der Menschheit zum ersten Mal ihre eigene Verletzlichkeit.
Die Weihnachtslesung
Am Heiligabend übertrugen Borman, Lovell und Anders live aus dem Mondorbit. Sie lasen abwechselnd die ersten zehn Verse der Genesis — "Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde..." Rund eine Milliarde Menschen sahen zu. Es war der meistgesehene TV-Moment bis dahin. NASA erhielt danach den Brief eines Zuschauers: "Sie haben 1968 gerettet."

