Der Pionier der Kleinraketen
Als SpaceX den mittleren und schweren Markt dominierte, schuf Rocket Lab eine profitable Nische: günstige, schnelle, dedizierte Starts für Kleinsatelliten (CubeSats, Smallsats). Die Electron-Rakete hat diesen Markt revolutioniert und ist mit über 55 Starts die meistgeflogene kleine kommerzielle Rakete weltweit. Rocket Labs Startplatz auf der Mahia-Halbinsel in Neuseeland ermöglicht sehr flexible Orbitneigungen — ein klarer Vorteil gegenüber festen US-Startplätzen.
Was macht Rocket Lab anders als SpaceX?
Rocket Lab ist kein SpaceX-Konkurrent im klassischen Sinne — es ist ein Spezialist für den unteren Markt. Electron (300 kg LEONiedriger Erdorbit (200–2.000 km). ISS, Starlink. Mehr →) ist für einzelne Satelliten oder kleine Konstellationen gedacht. Ein dedizierter Rocket-Lab-Start kostet ca. 7–8 Millionen Dollar — teurer pro Kilogramm als SpaceX Rideshare, aber mit einem entscheidenden Vorteil: eigene Wunschumlaufbahn, eigener Starttermin, keine Kompromisse. CEO Peter Beck hat außerdem frühzeitig auf vertikale Integration gesetzt und produziert selbst Triebwerke, Strukturen und Raumfahrzeuge.
Neutron — Der Aufstieg in die Mittelklasse
Mit der Neutron-Rakete (ca. 13 Tonnen LEO, wiederverwendbar) steigt Rocket Lab in einen neuen Markt auf: Satellitenkonstellationen, ISS-Resupply und möglicherweise bemannte Missionen. Erster Flug ist für ca. 2026 geplant. Neutron wird damit erstmals zum direkten Konkurrenten von SpaceX Falcon 9 und Northrop Grumman Antares.

