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Rocket Lab

Kleinsatellit-Spezialist und Mittelklasse-Aufsteiger

Rocket Lab wurde 2006 in Neuseeland gegründet und ist heute der führende Anbieter für Kleinsatelliten-Starts. Die Electron-Rakete fliegt von der Mahia-Halbinsel in Neuseeland und Wallops Island, Virginia. Mit Neutron strebt Rocket Lab in den Mittelklasse-Markt.

Rocket Lab
Gegründet2006
HauptsitzLong Beach, California + Auckland, Neuseeland
CEOPeter Beck
Electron-Starts55+ (Stand 2024)
Nutzlast Electron300 kg LEO
NeutronIn Entwicklung, ~13t LEO

Fahrzeuge & Raketen

Electron
Kleinrakete (kommerziell)
Electron

18m, 300kg LEO. Carbon-Fiber-Konstruktion, Rutherford-Triebwerk (3D-gedruckt). Wiederverwendbare Erststufe in Tests.

N
Mittelklasse-Rakete (in Entwicklung)
Neutron

13t LEO, wiederverwendbar, für Konstellationen und ISS-Resupply konzipiert. Erster Flug ~2026.

P
Raumfahrzeug-Bus
Photon

Kleines Raumfahrzeug für Deep Space Missionen. Flog bereits zur Venus-Vorbereitungsmission.

Videos

Rocket Lab Electron: Wie funktioniert die Kleinrakete?

Rocket Lab: Neutron — Neue Mittelklasse-Rakete

Peter Beck: CEO Rocket Lab Interview

Der Pionier der Kleinraketen

Als SpaceX den mittleren und schweren Markt dominierte, schuf Rocket Lab eine profitable Nische: günstige, schnelle, dedizierte Starts für Kleinsatelliten (CubeSats, Smallsats). Die Electron-Rakete hat diesen Markt revolutioniert und ist mit über 55 Starts die meistgeflogene kleine kommerzielle Rakete weltweit. Rocket Labs Startplatz auf der Mahia-Halbinsel in Neuseeland ermöglicht sehr flexible Orbitneigungen — ein klarer Vorteil gegenüber festen US-Startplätzen.

Was macht Rocket Lab anders als SpaceX?

Rocket Lab ist kein SpaceX-Konkurrent im klassischen Sinne — es ist ein Spezialist für den unteren Markt. Electron (300 kg LEONiedriger Erdorbit (200–2.000 km). ISS, Starlink. Mehr →) ist für einzelne Satelliten oder kleine Konstellationen gedacht. Ein dedizierter Rocket-Lab-Start kostet ca. 7–8 Millionen Dollar — teurer pro Kilogramm als SpaceX Rideshare, aber mit einem entscheidenden Vorteil: eigene Wunschumlaufbahn, eigener Starttermin, keine Kompromisse. CEO Peter Beck hat außerdem frühzeitig auf vertikale Integration gesetzt und produziert selbst Triebwerke, Strukturen und Raumfahrzeuge.

Neutron — Der Aufstieg in die Mittelklasse

Mit der Neutron-Rakete (ca. 13 Tonnen LEO, wiederverwendbar) steigt Rocket Lab in einen neuen Markt auf: Satellitenkonstellationen, ISS-Resupply und möglicherweise bemannte Missionen. Erster Flug ist für ca. 2026 geplant. Neutron wird damit erstmals zum direkten Konkurrenten von SpaceX Falcon 9 und Northrop Grumman Antares.

Weitere private Unternehmen

Häufige Fragen

Was macht Rocket Lab anders als SpaceX? +
Rocket Lab bedient einen anderen Markt: Electron (300 kg LEO, ca. 7 Mio. USD) ist auf dedizierte Kleinsatelliten-Starts spezialisiert. Kunden wählen ihre eigene Umlaufbahn und ihren eigenen Starttermin — ohne Kompromisse. SpaceX bietet günstigere Kilogramm-Preise im Rideshare, aber Kunden müssen sich SpaceX' Zeitplan und Orbit anpassen. Mit Neutron (~13t LEO) wird Rocket Lab ab ~2026 auch im mittleren Marktsegment aktiv.
Von wo startet Rocket Lab? +
Rocket Lab betreibt zwei Startplätze: Launch Complex 1 auf der Mahia-Halbinsel in Neuseeland (für polare und sonnensynchrone Orbits) und Launch Complex 2 auf Wallops Island, Virginia, USA (für US-Regierungs-Missionen). Der neuseeländische Startplatz ist besonders wertvoll, da er nahezu beliebige Orbitneigungen erlaubt und in einer dünn besiedelten Region liegt.
Hat Rocket Lab eine Wiederverwendung wie SpaceX? +
Rocket Lab experimentiert mit der Wiederverwendung der Electron-Erststufe, aber anders als SpaceX. Anstatt einer Landung auf Beinen fängt ein Hubschrauber die fallende Erststufe in der Luft an einem Fallschirm ab. Mehrere erfolgreiche Tests wurden durchgeführt. Bei Neutron ist vollständige Wiederverwendung wie bei Falcon 9 geplant.

Quellen & Weiterlesen