Die historischen Worte
Als Neil Armstrong den Mond betrat, sagte er: "That's one small step for man, one giant leap for mankind." Er hatte eigentlich "one small step for a man" sagen wollen — das "a" ging im Funkkrachen unter. Armstrong selbst insistierte bis zu seinem Tod, er habe "a man" gesagt. Tonanalysen mit moderner Software bestätigen seine Version. Neben ihm stand Buzz Aldrin, der als zweiter Mensch den Mond betrat und sagte: "Magnificent desolation."
Testpilot — die Grundlage
Bevor Armstrong AstronautPerson die ins All fliegt. USA: Astronaut. Russland: Kosmonaut. China: Taikonaut. Mehr → wurde, war er einer der gefragtesten Testpiloten der USA. Er flog über 200 verschiedene Flugzeugtypen, rettete sich mehrfach mit dem Schleudersitz aus brechenden Prototypen und flog das X-15-Raketenflugzeug auf über 200.000 Fuß Höhe. Diese Nerven aus Stahl machten ihn zur idealen Wahl für ApolloUS-Mondprogramm 1961–1972: 6 Mondlandungen, 12 Menschen auf dem Mond. Mehr → 11: Als der Bordcomputer 12 Alarmmeldungen in der finalen Landephase ausgab, meldete er sie ruhig und landete manuell. Michael Collins kreiste derweil allein im Command Module um den Mond.
Die Entscheidungsminuten
In den letzten 60 Sekunden vor der Mondlandung hatte Eagle noch für 30 Sekunden Treibstoff. Der automatische Computer steuerte auf ein Kraterfeld zu. Armstrong übernahm manuell, flog über den Krater und setzte Eagle sanft auf ebenem Boden auf. 30 Sekunden später wäre Mission Abort gewesen. Armstrong sprach darüber kaum.
Das Leben nach dem Mond
Anders als viele erwarten, war Armstrong nach dem Mond sehr zurückhaltend. Er lehrte Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität von Cincinnati, mied die Öffentlichkeit und gab selten Interviews. Sein einziges langes TV-Interview gab er 2012 kurz vor seinem Tod einem australischen Buchhalterverband — weil er eben war, wie er war. Er starb am 25. August 2012 nach Herzoperation-Komplikationen. Er wurde 82 Jahre alt.

