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Weltraumaktien kaufen — In 5 Schritten zum Space-Portfolio

Rocket Lab, AST SpaceMobile, Intuitive Machines oder lieber ein breit gestreuter Space-ETF? Wir zeigen, wie deutsche Anleger Schritt für Schritt in Weltraumaktien einsteigen — von der Broker-Auswahl bis zur richtigen Risiko-Einschätzung.

5Schritte
Ab 0 €Ordergebühren möglich
Direktoder per ETF
Einsteigergeeignet
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Schritt 1: Broker auswählen

Ohne ein Wertpapierdepot geht beim Aktienkauf nichts. Da die meisten Weltraumaktien an US-Börsen wie der NASDAQ oder NYSE notieren, ist das wichtigste Kriterium: Bietet der Broker Zugang zu US-Börsen? Die allermeisten deutschen Anbieter tun das mittlerweile — die Unterschiede liegen im Detail.

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten:

  • Zugang zu US-Börsen (NASDAQ, NYSE) und idealerweise auch europäischen Plätzen (XETRA, Euronext, LSE)
  • Ordergebühren und etwaige Mindestbeträge pro Order
  • Währungsgebühren beim Tausch EUR/USD — kann mehrere Prozent ausmachen
  • Depotgebühren — viele Broker bieten kostenlose Depots an
  • Fractional Shares für Bruchteilskäufe ab kleinen Beträgen
  • Sparplanfähigkeit, falls Sie regelmäßig in Space-ETFs investieren wollen

Grob unterscheidet man drei Broker-Typen: Neo-Broker wie Trade Republic oder Scalable Capital mit App-Fokus und sehr günstigen Konditionen, Direktbanken wie comdirect oder ING mit größerer Auswahl an Börsenplätzen, und Filialbanken, die meist die teuerste, aber persönlich betreute Variante sind. Welcher Typ passt, hängt von Ihrem Anlagestil ab.

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Schritt 2: US-Aktien und europäische Aktien verstehen

Weltraum ist ein internationales Geschäft, deshalb verteilen sich die spannenden Aktien über mehrere Börsenplätze:

  • NASDAQ / NYSE (USA): Rocket Lab (RKLB), AST SpaceMobile (ASTS), Intuitive Machines (LUNR), Planet Labs (PL), Lockheed Martin (LMT), Northrop Grumman (NOC), Boeing (BA)
  • XETRA (Deutschland): OHB SE — der bekannteste deutsche Raumfahrt-Wert
  • Euronext Paris: Airbus (AIR) — wichtiger europäischer Player im Bereich Träger und Satelliten

Beim Kauf von US-Aktien spielt das Währungsrisiko USD/EUR eine Rolle. Bewegt sich der Dollar gegenüber dem Euro, verändert sich der Wert Ihrer Position auch ohne Kursbewegung der Aktie. Bei langem Anlagehorizont gleicht sich das oft aus, kurzfristig kann der Effekt aber spürbar sein.

Wer regelmäßig US-Aktien hält, sollte außerdem das W-8BEN-Formular beim Broker hinterlegen. Damit wird die US-Quellensteuer auf Dividenden von 30 Prozent auf 15 Prozent reduziert. Die meisten Broker richten das bei der Kontoeröffnung automatisch ein — es schadet aber nicht, einmal zu prüfen, ob es im Depot hinterlegt ist.

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Schritt 3: Die wichtigsten Weltraumaktien im Überblick

Der Space-Sektor lässt sich grob in vier Bereiche aufteilen. Hier eine neutrale Übersicht — keine Empfehlung, keine Kursziele, kein Ranking:

Bereich Beispiele Charakteristik
New Space Rocket Lab (RKLB), AST SpaceMobile (ASTS), Intuitive Machines (LUNR), Planet Labs (PL) Junge Firmen, hohes Wachstumspotenzial, oft noch keine Gewinne, sehr volatil
Old Space Lockheed Martin (LMT), Northrop Grumman (NOC), Boeing (BA) Etablierte Rüstungs- und Luftfahrtkonzerne, Dividenden, stabile Aufträge
Europäisch Airbus (AIR), OHB SE Strategische Bedeutung in Europa, breit aufgestellt, geringeres Währungsrisiko für DE-Anleger
ETF-Alternative UFO, ARKX, ITA Sofortige Diversifikation, einfach zu handhaben, geringerer Aufwand

Welcher Bereich für Sie sinnvoll ist, hängt davon ab, wie aktiv Sie Ihr Depot betreuen wollen und wie viel Risiko Sie bereit sind zu tragen.

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Schritt 4: Risiken kennen — Was kann schiefgehen?

Weltraum klingt nach Zukunft — aber genau das macht den Sektor riskant. Bevor Sie investieren, sollten Sie die wichtigsten Stolperfallen kennen:

  • Kursrisiko: New-Space-Aktien können innerhalb weniger Tage zweistellig gewinnen oder verlieren. Wer das nicht aushält, sollte die Positionsgröße klein halten.
  • Musk-Faktor: Werte, die mit SpaceX oder Starlink in Verbindung gebracht werden, reagieren oft auf Tweets oder Aussagen von Elon Musk — das hat mit Fundamentaldaten wenig zu tun.
  • Technische Risiken: Eine fehlgeschlagene Rakete, ein verlorener Satellit oder ein verschobener Start können einzelne Quartale ruinieren und den Kurs einbrechen lassen.
  • Insolvenzrisiko: Virgin Orbit ging insolvent, Virgin Galactic kämpft seit Jahren ums Überleben. New Space ist kapitalintensiv und nicht jede Firma überlebt.
  • Junger Markt: Viele Geschäftsmodelle sind noch nicht erprobt, Bewertungen schwanken stark, Vergleichbarkeit zu anderen Branchen ist begrenzt.

Eine Faustregel aus der Praxis: Investieren Sie in einen so volatilen Sektor nur Geld, dessen Verlust Sie verkraften könnten — und halten Sie den Anteil im Gesamtdepot bewusst klein.

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Schritt 5: ETF oder Einzelaktie?

Die letzte und wichtigste Entscheidung lautet: Setzen Sie auf Einzelaktien oder auf einen Space-ETF?

Einzelaktie ist sinnvoll, wenn:

  • Sie ein bestimmtes Unternehmen gut kennen und dessen Technologie verstehen
  • Sie bereit sind, Quartalsberichte, Auftragsbücher und Branchenmeldungen regelmäßig zu verfolgen
  • Sie eine starke eigene Überzeugung zu Geschäftsmodell und Management haben
  • Sie das höhere Einzelrisiko bewusst eingehen wollen

ETF ist die bessere Wahl, wenn:

  • Sie sich für den Sektor interessieren, aber keine einzelnen Firmen analysieren möchten
  • Sie breite Diversifikation über 30 oder mehr Unternehmen wollen
  • Sie regelmäßig per Sparplan investieren möchten
  • Sie das Risiko einzelner Insolvenzen vermeiden wollen

Eine Mischung aus beiden Ansätzen funktioniert ebenfalls: Ein Space-ETF als Basis, dazu ein oder zwei Einzelwerte, von denen Sie wirklich überzeugt sind. Mehr Details zu den verfügbaren Produkten finden Sie in unserem Weltraum-ETF-Vergleich.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Investitionen in Aktien und ETFs sind mit erheblichen Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Bitte informieren Sie sich vor jeder Anlageentscheidung umfassend und ziehen Sie bei Unsicherheit einen unabhängigen Berater hinzu.

Häufige Fragen zum Kauf von Weltraumaktien

Welche Weltraumaktie ist die beste?

Eine pauschal "beste" Weltraumaktie gibt es nicht — was passt, hängt vom Anlegerprofil ab. Entscheidende Kriterien sind Geschäftsmodell, Bilanzqualität, Auftragsbuch, Kapitalbedarf, Wettbewerbsposition und natürlich der Preis im Verhältnis zu den Aussichten. Wer keine Einzelwerte analysieren möchte, ist mit einem breit gestreuten Space-ETF in der Regel besser bedient.

Ab wie viel Geld kann ich in Weltraumaktien investieren?

Viele Neo-Broker erlauben sogenannte Fractional Shares — also den Kauf von Bruchteilen einer Aktie. Damit ist ein Einstieg theoretisch schon ab etwa einem Euro möglich. Sinnvoll ist meist eine Summe, bei der die Ordergebühren nicht prozentual übermäßig ins Gewicht fallen. Bei Sparplänen reichen oft 10 bis 25 Euro pro Monat.

Muss ich Steuern zahlen auf Gewinne aus Weltraumaktien?

In Deutschland fallen auf Kursgewinne und Dividenden in der Regel Abgeltungssteuer (25 Prozent), Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an. Bei US-Aktien wird zusätzlich eine Quellensteuer einbehalten — über das W-8BEN-Formular reduziert sich diese auf 15 Prozent und kann teilweise auf die deutsche Steuer angerechnet werden. Der Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Person und Jahr ist steuerfrei.

Kann ich SpaceX-Aktien kaufen?

SpaceX ist derzeit nicht börsennotiert und befindet sich in Privatbesitz. Direkte Aktien können Privatanleger deshalb nicht kaufen. Es gibt allenfalls indirekte Wege über Beteiligungsgesellschaften oder Pre-IPO-Plattformen für qualifizierte Investoren. Mehr Details, wann ein möglicher Börsengang anstehen könnte, finden Sie auf unserer Seite zum SpaceX IPO.

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