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Orbitmechanik

Delta-V

Delta-Velocity (Geschwindigkeitsänderung)

Delta-V (ΔV) ist das fundamentale Konzept der Orbitmechanik. Es gibt an, wie viel Geschwindigkeit eine Rakete oder ein Raumschiff aufbauen oder vernichten muss, um ein Ziel zu erreichen. In die LEO benötigt man ~9,4 km/s. Ein Trans-Lunar Injection-Burn addiert ~3,1 km/s. Mars-Transfer: ~5,7 km/s ab LEO. Delta-V ist über die Tsiolkowski-Raketengleichung direkt mit dem Treibstoffmassenverhältnis verknüpft: Je mehr Delta-V benötigt wird, desto exponentiell mehr Treibstoff ist erforderlich. Deswegen ist jedes eingesparte m/s in der Missionsplanung wertvoll.

Kurzdefinition

Delta-V (ΔV) ist das Schlüsselmaß der Orbitmechanik: Geschwindigkeitsänderung in m/s, bestimmt den Treibstoffbedarf jedes Manövers.

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Häufige Fragen
Was ist Delta-V einfach erklärt?
Delta-V (ΔV) ist die Geschwindigkeitsänderung, die ein Raumschiff für ein Manöver aufbringen muss — gemessen in m/s oder km/s. Wer ins LEO will, braucht ca. 9,4 km/s. Für den Mond kommen noch ~3,1 km/s hinzu. Delta-V ist das "Budget" einer Mission: jedes Manöver kostet davon, und wenn das Budget aufgebraucht ist, kann das Raumschiff keine weiteren Kurskorrekturen durchführen.
Wie viel Delta-V braucht man für verschiedene Ziele?
Erdoberfläche → LEO: ~9,4 km/s. LEO → Mondorbit: ~3,9 km/s (inkl. Einschuss). LEO → Mars-Transfer: ~5,7 km/s. Mondlandung: +2 km/s. Mars-Landung mit Atmosphäre: ~1–2 km/s. Erdaustritt komplett: ~12,6 km/s. Das erklärt, warum Marsmissionen so viel schwieriger als Mondmissionen sind.
Warum braucht mehr Delta-V exponentiell mehr Treibstoff?
Die Tsiolkowski-Raketengleichung lautet: ΔV = Isp × g₀ × ln(m₀/m₁). Da der Treibstoff selbst Masse hat und beschleunigt werden muss, steigt der Treibstoffbedarf exponentiell mit dem benötigten Delta-V. Eine Verdopplung des Delta-V-Bedarfs kann den Treibstoffanteil von 60% auf 85% der Gesamtmasse erhöhen. Das ist der Kerngrund, warum mehrstufige Raketen entwickelt wurden.
Weitere Begriffe: Orbitmechanik
LEO
Niedriger Erdorbit in 200–2.000 km Höhe — hier kreisen ISS und Starlink.
GEO
Geostationärer Orbit bei 35.786 km — für TV- und Wettersatelliten.
NRHO
Spezieller Mondorbit für den Lunar Gateway — spart Treibstoff bei Mondlandemissionen.
TLI
Trans-Lunar Injection: der entscheidende Triebwerksschub (~3,1 km/s), der ein Raumschiff aus dem Erdorbit auf Mondkurs bringt.
SSO
Sun-Synchronous Orbit: polarer Orbit in ~600–800 km Höhe mit konstanter Sonneneinstrahlung — ideal für Erdbeobachtung und Wettersatelliten.
Deorbit-Manöver
Deorbit: Bremsmanöver aus dem Orbit in die Atmosphäre — danach beginnt der Wiedereintritt.
Geosynchroner Orbit
GSO: Orbit mit 24h Umlaufzeit — am Äquator stillstehend (GEO), bei Neigung in 8-Form bewegend.
Perigäum / Apogäum
Perigäum: erdnächster Orbitpunkt — Apogäum: erdfernster Punkt. Bestimmt Orbitalform.
Orbitmechanik
LEO GEO Delta-V NRHO TLI SSO Deorbit-Manöver Geosynchroner Orbit Perigäum / Apogäum
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