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Charter & Buchung

Privatjet Charter
Kosten, Leerflüge & Buchung

Privatjet chartern kostet ab 3.000 €/h — oder mit Leerflügen bis zu 75% weniger. Welche Routen lohnen sich, wie bucht man und was unterscheidet gute Broker von schlechten?

Routen-Preise Leerflüge Buchungsanleitung
ab 3.000 €/h
Charter-Einstieg
bis –75%
mit Leerflug
4–6 h
Buchungszeit (schnellste)
500+
Broker weltweit

Privatjet Charter — Was kostet welche Strecke?

Preise variieren je nach Flugzeugtyp, Saison, Buchungsvorlauf und Verfügbarkeit. Folgende Richtwerte gelten für Gesamtpreise (One-Way, nicht pro Person):

Route Flugzeit Light Jet Midsize Jet Ultra LR Jet Typisches Flugzeug
München – Mallorca1:45h7.500–9.500 €12.000–15.000 €22.000–28.000 €Citation CJ4 / G700
Frankfurt – London1:20h6.000–8.000 €10.000–13.000 €18.000–24.000 €HondaJet / Falcon 8X
Hamburg – Ibiza2:15h9.000–11.000 €14.000–18.000 €25.000–32.000 €Citation X+ / G800
Berlin – Monaco1:35h7.000–9.000 €11.000–14.000 €20.000–26.000 €Praetor 600 / G700
Düsseldorf – Nizza1:50h8.000–10.500 €13.000–16.500 €22.000–30.000 €Citation XLS / G800
Frankfurt – New York8:00hnicht geeignetnicht geeignet75.000–130.000 €G800 / Global 7500
München – Dubai5:30hnicht geeignet45.000–60.000 €65.000–90.000 €Global 7500 / G700
Pro Person oder gesamt?
Charter-Preise sind immer Gesamtpreise für das Flugzeug — nicht pro Person. Ein Charter Frankfurt–London für 8.000 € teilt sich auf 4 Passagiere = 2.000 € pro Person. Damit ist ein Privatjet bei Gruppen ab 3–4 Personen oft nur moderat teurer als Business Class.

Privatjet Leerflüge — bis 75% günstiger

Was sind Leerflüge?

Wenn ein Privatjet einen Passagier von A nach B bringt, muss er danach leer zurückfliegen oder zum nächsten Einsatzort positionieren. Diese "Empty Legs" werden von Betreibern stark verbilligt angeboten — oft für 25–40% des Normalpreises, manchmal für Symbolpreise.

Beispiel-Route Normalpreis Leerflug-Preis Ersparnis
Frankfurt – London8.000 €1.500–2.500 €–70–80%
München – Ibiza9.500 €2.000–3.500 €–65–75%
Hamburg – Nizza10.000 €2.500–4.000 €–60–75%
Berlin – Zürich6.500 €1.200–2.000 €–70%

Wo findet man Leerflüge?

Spezialisierte Plattformen aggregieren aktuelle Leerflug-Angebote und senden Alerts bei passenden Routen:

PrivateFly (privatfly.com)

Größte Datenbank Europa, kostenlos registrieren, Leerflug-Alerts per E-Mail/App.

Victor (victor.com)

App-basiert, gute UI, aktive Leerflug-Sektion.

Wheels Up (wheelsup.com)

US-Fokus, aber auch Europa, Membership-Modell.

Jettly (jettly.com)

Internationale Plattform, kostenloses Suchen.

Leerflug-Nachteile

Leerflüge klingen zu gut. Was ist der Haken?
Drei Einschränkungen: (1) Zeitfenster — Leerflüge haben feste Datum/Uhrzeit, kaum Flexibilität. (2) Richtung — nur die angebotene Route, kein Umplanen. (3) Kurzfristig — Leerflüge erscheinen oft 24–72 Stunden vor Abflug. Wer flexibel ist und schnell entscheiden kann, spart massiv.

Privatjet buchen — So geht's

  • Route + Datum definieren
    One-Way oder Roundtrip? Passagieranzahl (wichtig für Flugzeugtyp). Gepäck: Skiausrüstung, Haustier, übergroßes Gepäck — VOR der Buchung kommunizieren.
  • Flugzeugtyp wählen
    Für unter 4h Flug: Light oder Midsize Jet reicht. Über 5h: Ultra Long Range für Komfort. Gruppe über 10 Personen: Heavy Jet oder Boeing BBJ erwägen.
  • Broker oder Direktkontakt
    Broker haben Zugang zu mehreren Flotten — gut für Preisvergleich. Direkte FBO-Charter (Fixed Base Operator) oft günstiger, aber weniger Auswahl. Empfehlung: Mindestens 2 Angebote einholen.
  • Angebot prüfen
    Was ist inklusive? Catering, Crew (immer 2 Piloten vorgeschrieben), Hangargebühren, Departure Tax. Was kommt extra? Overnight-Gebühren für Crew, Remote-Airports, Treibstoffzuschlag.
  • Buchung + Bezahlung
    Überweisung oder Kreditkarte. Seriöse Anbieter: Zahlung nie vor Buchungsbestätigung. Escrow-Service bei großen Beträgen (>20.000 €) empfehlenswert.
  • Flughafen-Check
    Privatjets nutzen FBOs (Fixed Base Operators) — oft separates Terminal oder Hangar. In München: MUC Executive Terminal. In Frankfurt: Fraport Business Aviation. Keine langen Check-in-Queues — Ankunft 15–20 Minuten vor Abflug reicht.

Die besten Privatjet-Broker & Apps

Anbieter Typ Fokus Besonderheit Für wen?
PrivateFlyBroker/PlattformEuropaGrößte EU-Datenbank, Leerflug-AlertsAlle Nutzer
VictorAppEuropa/GlobalBeste App-UX, gute PreistransparenzTech-affine Nutzer
Air Charter ServiceBrokerGlobal70+ Büros, auch FrachtcharterBusiness-Reisende
Wheels UpMembershipUSA/EuropaFlat-Rate-Modell ab 2.995 $/MonHäufige Kurz-Reisende
LuxaviationDirektDACHEigene Flotte, kein Broker-AufschlagPremium-Segment
NetJetsFractionalGlobalTeilbesitz, max. VerfügbarkeitÜber 50h/Jahr Nutzer
Broker oder Direktkontakt — was ist günstiger?
Direktkontakt zu Flottenbetreibern spart die Broker-Marge (5–15%). Aber: Broker haben Zugang zu Hunderten Flugzeugen und können den passenden Jet schnell finden. Für gelegentliche Charter empfehlen sich Plattformen wie PrivateFly oder Victor. Wer über 20h/Jahr fliegt, sollte Direktkontakt zu 2–3 Betreibern aufbauen.

Alternativen zum Charter — Fractional & Jetcard

Jetcard (Prepaid-Stunden)

Man kauft ein Paket (z.B. 25 Stunden) zu Festpreis. Vorteil: garantierte Verfügbarkeit, keine Leerflug-Kosten. Anbieter: NetJets, VistaJet, Luxaviation. Ab ca. 100.000 € (25h Light Jet).

Fractional Ownership

Man kauft 1/16 bis 1/4 eines Flugzeugs. Kosten: Kaufpreis-Anteil + monatliche Managementgebühr + Stundenpreis. Für 50–200h/Jahr sinnvoll. Größter Anbieter: NetJets (über 750 Flugzeuge).

Membership-Modelle

Monatliche Pauschale + vergünstigter Stunden-Preis. Wheels Up ab 2.995 $/Monat. Gut für Gelegenheitsnutzer mit 10–30h/Jahr.

Weiterführende Seiten

Privatjets Privatjet-Marken Schnellster Privatjet Privatjet Flughöhe Privatjet vs. Rakete Weltraumreise buchen →

Häufige Fragen zum Privatjet-Charter

Wie viel kostet ein Privatjet-Charter?
Light Jet: 3.000–5.000 €/h, Midsize: 4.000–7.000 €/h, Ultra Long Range: 8.000–15.000 €/h. Kurze Strecken (Frankfurt–London) kosten pauschal 6.000–12.000 € gesamt, unabhängig der Passagieranzahl.
Wie günstig sind Privatjet-Leerflüge?
Leerflüge (Empty Legs) kosten oft 20–40% des Normalpreises — manchmal weniger. Frankfurt–London für 1.500 € statt 8.000 € ist realistisch. Voraussetzung: Flexibilität bei Zeit und Richtung.
Wie schnell kann ich einen Privatjet buchen?
Seriöse Broker bestätigen innerhalb von 2–4 Stunden. Im Notfall ist Charter in unter 2 Stunden möglich (Verfügbarkeit vorausgesetzt). Für optimale Preise: 48–72 Stunden Vorlauf.
Brauche ich für einen Privatjet ein Visum?
Privatjets haben oft andere Grenzformalitäten als Linienflüge, besonders außerhalb des Schengen-Raums. Dennoch gelten Visabestimmungen des Ziellandes. Vorteil: Keine öffentlichen Check-in-Schlangen, oft separate Grenzabfertigung am FBO.
Was ist der Unterschied zwischen Charter und Fractional Ownership?
Charter = einmaliger Mietflug ohne Verpflichtung. Fractional = Anteilsbesitz mit garantierter Verfügbarkeit, höherer Planungssicherheit und niedrigerem Stunden-Preis bei hohem Flugaufkommen (50h+/Jahr).
Kann ich einen Privatjet für Haustiere oder Sportgepäck mieten?
Ja — das ist einer der größten Vorteile. Hunde, Pferde, Skier, Surfboards, Musikinstrumente: Privatjets akzeptieren fast alles. Vorab beim Broker kommunizieren. Einige Flugzeuge haben dedizierte Cargo-Bereiche oder temperierte Bereiche für Tiere.