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Pionier UdSSR

Sergei Korolev

Der Chefkonstrukteur — Architekt der sowjetischen Raumfahrt

"Die Erde ist die Wiege der Menschheit, aber man kann nicht ewig in der Wiege bleiben."

Sergei Pawlowitsch Koroljow war der geheimste und einflussreichste Raumfahrtingenieur der Geschichte. Unter dem Decknamen "Chefkonstrukteur" leitete er das sowjetische Raumfahrtprogramm und brachte Sputnik, Laika, Gagarin und Tereshkova ins All — ohne dass der Westen oder die meisten Sowjetbürger seinen Namen kannten.

Sergei Korolev
Geboren12. Januar 1907, Schytomyr, Ukraine
Gestorben14. Januar 1966, Moskau (Herzversagen nach OP)
AusbildungLuft- und Raumfahrttechnik, Moskau
Gulag1938–1944 (Stalins Säuberungen)
DecknameChefkonstrukteur (öffentlich nicht bekannt)
ErrungenschaftenSputnik, Vostok, Voskhod, Sojus, Mond-Programm
Identität enthüllt1966 (nach seinem Tod)

Vom Gulag ins All

Korolews Leben ist eine der unglaublichsten Geschichten des 20. Jahrhunderts. 1938, mitten in Stalins Großem Terror, wurde er als "Volksfeind" verhaftet und zu acht Jahren in den Gulags verurteilt. Er arbeitete in Sibirien in Goldminen und einer Flugzeugfabrik unter extremen Bedingungen — und verlor dabei fast alle Zähne und bekam ein gebrochenes Kiefer durch Verhöre. Dass er überlebte, war Glückssache.

Der mächtigste Unbekannte

Als Korolew das sowjetische Raumfahrtprogramm aufbaute, bestand Stalin und später Chruschtschow darauf, seinen Namen geheim zu halten. Öffentlich war er nur "der Chefkonstrukteur". Wenn westliche Journalisten fragten, wer hinter Sputnik und Gagarin stecke, bekamen sie: "Das sowjetische Volk." Kennedy hatte keine Ahnung, wen er bekämpfte. Erst nach Korolews Tod 1966 enthüllte die Sowjetunion seinen Namen.

Der tragische Verlust

Korolew starb am 14. Januar 1966 während einer Routineoperation — sein gebrochener Kiefer aus dem Gulag hatte seinen Mund so verformt, dass kein Beatmungsrohr eingeführt werden konnte. Er war 59 Jahre alt. Viele Historiker sind überzeugt: Hätte Korolew die Sowjets noch fünf weitere Jahre geleitet, hätten sie den Mond vor den Amerikanern erreicht. Sein Tod rettete möglicherweise das Apollo-Programm.

Missionen

Sputnik 1 →
4. Oktober 1957 — Erster künstlicher Satellit
OKB-1
Vostok 1
12. April 1961 — Erster Mensch im All (Gagarin)
OKB-1
Vostok 6
16. Juni 1963 — Erste Frau im All (Tereshkova)
OKB-1

Videos

Sergei Korolev: Der geheime Raumfahrtgigant (Doku)

Saturn V & Space Race: Korolev vs. von Braun (Timeline)

Verwandte Themen

Roscosmos → Sputnik 1 → Juri Gagarin → Russland Raumfahrt →

Weitere Pioniere

Quellen & Weiterlesen