Der menschliche Körper interpretiert Schwerelosigkeit als Signifikante Veränderung: Ohne Schwerkraft muss das Herz weniger hart arbeiten — es schrumpft. Ohne Last auf Knochen und Muskeln bauen sie ab. Flüssigkeit, die normalerweise in den Beinen steht, steigt in den Kopf — Astronauten haben ständig ein "voller Kopf"-Gefühl und ihr Gesicht schwillt an.
Gegenmaßnahmen auf der ISS
Astronauten trainieren täglich 2,5 Stunden Pflicht: Krafttraining auf der ARED-Maschine (bis 270 kg Widerstand simuliert), Laufband mit Hüftgurt und Fahrradergometer. Trotzdem verlieren sie Knochendichte — die Erholung auf der Erde dauert Monate.
VIIP-Syndrom
Ein neueres Problem: Viele ISS-Astronauten leiden nach Langzeitmissionen unter Sehverschlechterung. Flüssigkeitsdruck im Kopf presst gegen den Sehnerv und verändert die Form des Augapfels. Das VIIP-Syndrom (Visual Impairment and Intracranial Pressure) ist bisher nicht vollständig verstanden.