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Lebenserhaltung

Lebenserhaltungssysteme

Wie Astronauten im Vakuum überleben

Im Weltraum gibt es kein Atmosphärendruck, keinen Sauerstoff, extreme Temperaturen (-270°C bis +120°C) und tödliche Strahlung. Lebenserhaltungssysteme müssen all das ausgleichen — 24 Stunden am Tag, ohne Fehler.

Lebenserhaltungssysteme
Luftdruck ISS~101 kPa (Erdniveau)
O₂-QuelleElektrolyse von Wasser
CO₂-EntfernungZeolith-Adsorber
Wasserrecycling>93% auf ISS
Temperatur ISS18–27°C
Strahlenbelastung ISS~150 mSv/Jahr (50x Erdboden)

Die ISS-Lebenserhaltung ist ein geschlossenes System: Luft und Wasser werden im Kreis geführt. Die ECLSSISS-Lebenserhaltungssystem: Luft, Wasser, Temperatur, CO₂-Entfernung. Mehr → (Environmental Control and Life Support System) erzeugt Sauerstoff durch Elektrolyse, entfernt CO₂ mit Zeolith-Adsorbern und recycelt über 93% des Wassers — inklusive Schweiß und Urin.

Sauerstoffproduktion

Das OGS (Oxygen Generation System) spaltet Wasser mit elektrischer Energie in Wasserstoff und Sauerstoff (Elektrolyse). Der Sauerstoff geht in die Kabinenluft, der Wasserstoff wird ins All abgelassen oder mit CO₂ zu Wasser kombiniert (Sabatier-Reaktion).

Strahlung — das größte Problem für Mars

Die ISS ist noch im Schutz des Erdmagnetfelds. Auf dem Weg zum Mars und auf dem Mars gibt es diesen Schutz nicht. Ein 6-monatiger Marsflug entspricht einer Strahlendosis von ~330 mSv — der Grenzwert für NASA-Astronauten über ihre gesamte Karriere ist 600 mSv. Strahlung ist das größte ungelöste Problem für Marsmissionen.

Weltraumanzüge

Weltraumanzüge (EMU auf ISS, xEMU für ArtemisNASAs Mondprogramm — Artemis II fliegt HEUTE am Mond vorbei (5. April 2026). Mehr →) sind miniaturisierte Raumschiffe: Druckanzug, Sauerstoffversorgung, CO₂-Entfernung, Wärmeregelung, Kommunikation. Der NASA xEMU-Anzug für Artemis-Mondmissionen ist der erste neue amerikanische Weltraumanzug seit 40 Jahren.

Häufige Fragen

Wie erzeugt die ISS ihre Atemluft? +
Das Oxygen Generation System (OGS) auf der ISS spaltet Wasser per Elektrolyse in Sauerstoff und Wasserstoff. Der Sauerstoff geht in die Kabinenluft, der Wasserstoff wird mit CO₂ aus der Luft zu Wasser und Methan kombiniert (Sabatier-Reaktion). Als Backup stehen Sauerstoffpatronen zur Verfügung, die bei Bedarf chemisch Sauerstoff freisetzen.
Wie gefährlich ist die Strahlung im Weltraum? +
Auf der ISS sind Astronauten noch teilweise durch das Erdmagnetfeld geschützt. Die Strahlendosis beträgt ~150 mSv/Jahr — etwa 50x mehr als auf der Erdoberfläche. Auf dem Weg zum Mars, ohne diesen Schutz, würde ein Astronaut in 6 Monaten ~330 mSv aufnehmen. NASA-Grenzwert über die gesamte Karriere: 600 mSv. Strahlung ist das größte ungelöste medizinische Problem für Marsmissionen.
Was passiert mit dem Körper nach einem langen Weltraumaufenthalt? +
Nach einer 6-Monats-Mission auf der ISS haben Astronauten typisch 10–20% Knochendichte verloren (Erholung: 6–12 Monate), 15–20% Muskelmasse verloren, ihre Herzgröße reduziert, und viele leiden unter dem VIIP-Syndrom (Sehverschlechterung durch erhöhten Kopfdruck). Täglich 2,5 Stunden Training ist Pflicht, verringert aber nur die Verluste — eliminiert sie nicht.

Quellen & Weiterlesen

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