Jede Wellenlänge des elektromagnetischen Spektrums verrät andere Geheimnisse des Universums. Sichtbares Licht zeigt Sterne und Galaxien — aber viele Objekte strahlen hauptsächlich in Wellenlängen, die die Erdatmosphäre blockiert. Weltraumteleskope umgehen dieses Problem.
Warum Hubble revolutionär war
Hubble war nicht das größte oder leistungsstärkste Teleskop — aber das erste im Weltraum, das konstant scharfe Bilder liefern konnte. Es bestimmte das Alter des Universums (13,8 Mrd Jahre), bewies die Existenz von Schwarzen Löchern in fast jeder großen Galaxie und entdeckte gemeinsam mit anderen Teleskopen die Dunkle Energie.
James Webb — Die nächste Dimension
JWST sieht im Infrarot und ist 100x leistungsstärker als Hubble. Es kann die Atmosphären von Exoplaneten analysieren — auf der Suche nach Wasser, Sauerstoff, Methan. Das Ziel: Biosignaturen, die auf Leben außerhalb der Erde hinweisen könnten.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Hubble und James Webb? +
James Webb (JWST) beobachtet hauptsächlich im Infrarot und ist ~100x leistungsstärker als Hubble. Während Hubble im optischen Bereich arbeitet, kann JWST durch Staub und Gas sehen und weit entfernte Galaxien kurz nach dem Urknall beobachten. Hubble sieht 13,4 Mrd. Lichtjahre, JWST über 13,6 Mrd. Lichtjahre.
Warum steht JWST nicht im Erdorbit wie Hubble? +
Das James Webb Teleskop befindet sich am Lagrange-Punkt L2, 1,5 Millionen km von der Erde entfernt. Dort ist es permanent von Erde und Sonne abgeschirmt und kann extrem kalt werden (-233°C) — notwendig für die empfindlichen Infrarotdetektoren. Im Erdorbit wäre es zu warm und würde ständig von Infrarotstrahlung gestört.
Kann JWST Exoplaneten direkt abfotografieren? +
JWST kann die Atmosphären von Exoplaneten analysieren, indem es das Licht des Sterns beim Durchleuchten der Atmosphäre misst (Transitmethode). Es hat bereits Wasser, CO₂ und Schwefeldioxid in Exoplanetenatmosphären nachgewiesen. Direkte Fotos von erdgroßen Planeten sind jedoch noch nicht möglich.