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NYSE: RDW

Redwire Aktie

Space Infrastructure — NYSE: RDW

Liefert Solarpanels, Antennen und Bio-Drucker fuer NASA, ESA und kommerzielle Raumstationen.

Redwire ist der Backend-Lieferant der amerikanischen Raumfahrt. Aus mehr als zehn Acquisitions seit 2020 entstand ein Konzern, der Solarpanels, Antennen, Sternensensoren, Reaktionsraeder und sogar 3D-Bio-Drucker fuer den Einsatz im All baut. Redwire-Komponenten flogen auf James Webb, Mars-Rovern, Orion, der ISS und Starliner. 2024 uebernahm Redwire das niederlaendische Space-Robotics-Unternehmen Hera Systems und erweiterte damit das Portfolio um Robotik. Im Februar 2025 kuendigte Redwire die Uebernahme von Edge Autonomy an — ein groesserer Drohnenbauer, der das Geschaeft Richtung Verteidigung erweitert.

Gegruendet
2020 (durch Private-Equity-Konsolidierung)
CEO
Peter Cannito
Boersengang
September 2021 (SPAC)
HQ
Jacksonville, Florida
Mitarbeiter
rund 750
Acquisitions
mehr als 10 seit Gruendung
Kunden
NASA, ESA, USAF, kommerzielle Stationen
Tochterunternehmen
Hera Systems, Edge Autonomy (geplant)

IPO & Boersengeschichte

Datum
September 2021
Erstkurs
10,00 USD
Weg an die Boerse
SPAC-Merger mit Genesis Park Acquisition
Bewertung
615 Mio. USD bei Boersengang
Performance
Nach SPAC-Tief unter 2 USD erholte sich RDW 2024 und 2025 auf zeitweise ueber 25 USD — getragen von Edge-Autonomy-Akquisition und Defense-Pivot.

Das Cisco der Raumfahrt

Redwire ist Komponenten-Lieferant. Aehnlich wie Cisco bei Netzwerk-Hardware oder Bosch bei Auto-Zulieferung sitzt Redwire in vielen Missionen drin, ohne selbst sichtbar zu sein. Solarpanels fuer NASAs Lucy-Asteroidensonde, Antennen fuer SDA-Tranche-1-Satelliten, ein Bio-Drucker namens BFF auf der ISS, der menschliches Gewebe in Schwerelosigkeit druckt — Redwire steckt in vielen prestigetraechtigen Missionen.

Vom Konsolidierer zum Plattform-Anbieter

Redwire entstand 2020 aus dem Zusammenschluss mehrerer mittelstaendischer Space-Komponenten-Hersteller durch den Private-Equity-Investor AE Industrial Partners. Adcole Space, Deep Space Systems, Roccor, LoadPath, Made In Space, Oakman Aerospace — alle wurden integriert. Heute verkauft Redwire Loesungen, nicht mehr einzelne Komponenten.

Edge Autonomy — der grosse Pivot

Im Februar 2025 kuendigte Redwire die Uebernahme von Edge Autonomy fuer 925 Mio. USD an. Edge Autonomy baut taktische Drohnen fuer das US-Militaer und NATO-Partner. Die Akquisition erweitert Redwires Defense-Geschaeft massiv und macht das Unternehmen zum hybriden Space-Defense-Spieler. Ueber 60 Prozent des kombinierten Umsatzes werden danach aus Verteidigungsauftraegen kommen.

In-Space Manufacturing

Auf der ISS betreibt Redwire seit Jahren mehrere Manufacturing-Anlagen, darunter den BioFabrication Facility (BFF) Bio-3D-Drucker. Ziel: Organe und Gewebe in Schwerelosigkeit drucken, was auf der Erde technisch nicht moeglich ist. Mehrere klinische Studien laufen — Redwire koennte langfristig nicht nur Komponenten, sondern auch in-orbit produzierte Produkte verkaufen.

Risiken und Chancen

Pro: Defense-Pivot, breit diversifizierte Auftragsbasis, kein Klumpenrisiko auf einzelne Kunden. Contra: 925 Mio. USD Akquisition bedeutet Schulden, Integration mehrerer Unternehmen ist anspruchsvoll. Redwire ist eine Wette auf konsolidiertes Wachstum im US-Space-Defense-Komplex.

Die Bilanzstruktur veraendert sich mit Edge Autonomy massiv: Aus einem Pure-Space-Konzern wird ein Hybrid mit etwa 60 Prozent Defense-Drohnen-Umsatz und 40 Prozent Space-Hardware. Fuer Anleger heisst das: Wer Redwire 2024 als reines Space-Investment kaufte, hat ab 2026 ein Defense-Investment mit Space-Beimischung im Depot. Wer beides will, kommt damit gut zurecht — wer nur Space im Portfolio sucht, sollte das im Blick haben.

Die Defense-Sparte hat einen klaren Vorteil: Drohnen-Vertraege sind politisch stabil und werden in Europa und Asien wachsen. Edge Autonomy hat bereits Bestellungen aus Estland, Litauen, Polen und Japan. Wenn die Integration gelingt, wird Redwire ein konsistent profitables Unternehmen mit Marge ueber 12 Prozent — ein klarer Aufstieg vom ueblichen New-Space-SPAC-Bild.

Vergleich mit anderen Space-Suppliers

Redwires direkte Konkurrenten sind Maxar Space Infrastructure (privat seit 2023), Northrop Grumman Space Systems, Lockheed Martin Space und kleinere Pure-Plays wie Astranis (privat) und True Anomaly (privat). Unter den boersennotierten Suppliers ist Redwire der breiteste mit dem groessten Produktkatalog. Wer ein einzelnes Space-Supply-Chain-Pferd im Depot will, kommt an RDW kaum vorbei.

Haeufige Fragen zur Redwire-Aktie

Was macht Redwire eigentlich?
Redwire baut Komponenten und Subsysteme fuer Raumfahrtmissionen — Solarpanels, Antennen, Reaktionsraeder, Sternensensoren, Bio-3D-Drucker. Kunden sind NASA, ESA, US-Militaer und kommerzielle Stationen.
Warum ist Edge Autonomy wichtig?
Edge Autonomy bringt 60 Prozent Defense-Umsatz zum Gesamtumsatz und macht Redwire zum hybriden Space-Defense-Spieler. Drohnen-Geschaeft ist hochmargig und politisch gesichert.
Was sind kommerzielle Raumstationen?
NASA plant, die ISS 2031 auszumustern und durch private Stationen zu ersetzen. Voyager Space (Starlab), Axiom Space und Blue Origin (Orbital Reef) bauen Nachfolger. Redwire liefert allen dreien Komponenten — strategisch sehr stark positioniert.
Ist Redwire profitabel?
Auf adjustiertem EBITDA-Niveau ja, auf GAAP-Basis noch nicht. Akquisitionskosten und Integrationsaufwand belasten das Ergebnis. 2026 wird das erste volle Jahr mit Edge Autonomy in der Konsolidierung.
Wie unterscheidet sich Redwire von Rocket Lab Space Systems?
Rocket Lab baut hauptsaechlich komplette Satellitenbusse, Redwire einzelne Komponenten. Beide konkurrieren nur teilweise — oft sind Rocket-Lab-Satelliten mit Redwire-Komponenten ausgestattet.