Was UFO besonders macht
Die meisten "Space-ETFs" am Markt sind Mogelpackungen. Sie enthalten Boeing und Lockheed, deren Space-Sparten nur 10–20 Prozent des Konzernumsatzes ausmachen. UFO ist anders: Die Indexregel verlangt, dass 80 Prozent des Indexgewichts in Unternehmen fliessen, die ueber 50 Prozent ihres Umsatzes aus Space erzielen. Damit ist UFO der reinste Space-ETF am Markt.
Was steckt drin?
UFO haelt etwa 30 Positionen. Die groessten Gewichtungen 2025: Garmin (GPS-Navigation, etwa 7%), Iridium Communications (Satelliten-Kommunikation, etwa 6%), EchoStar (Satelliten-TV, etwa 5%), Maxar-Nachfolger (Sparte ueber Trust-Konstruktion), Rocket Lab, ASTS, Planet Labs, Spire, Globalstar, Viasat, Garmin und Trimble. Internationale Werte: SES, Eutelsat, Inmarsat-Nachfolger, OHB SE — UFO ist explizit global.
Vorteile und Nachteile
Vorteil: maximale Reinheit. Wer Space als Wachstumsthema spielen will und nicht Boeings F-35-Boom mitnehmen moechte, ist hier richtig. Nachteil: hohe Konzentration auf Subscription-Services (Satelliten-Internet, Kommunikation) — weniger Direktbezug zu Launches und neuen Raumfahrt-Technologien. Volumen mit etwa 60 Mio. USD relativ klein, was zu groesseren Geld-Brief-Spannen fuehren kann.
UFO vs. ARKX vs. iShares-Konkurrenz
UFO (Procure): reinster Space-ETF. ARKX (ARK Invest): breiter, enthaelt auch Lyft, John Deere und Trimble — Mobilitaets-Mix. iShares Space ETF (ROKT, NYSE Arca): hauptsaechlich Defense-Werte, Space nur am Rande. Spdr Kensho Final Frontiers (ROKT bis 2024, jetzt eingestellt). Wer wirklich Space will, nimmt UFO.
Fuer wen UFO geeignet ist
Anleger, die Space als langfristiges Wachstumsthema spielen wollen, ohne sich auf Einzelaktien festzulegen. Wer Einzelaktien wie RKLB, ASTS und LUNR im Depot hat, kann mit UFO breiter diversifizieren. UFO ist die saubere Wahl fuer das "Space-Buckete" im Portfolio.
Der zugrundeliegende Index ist der S-Network Space Index. Er wird einmal jaehrlich neu zusammengestellt und vierteljaehrlich gewichtet. Beim Rebalancing werden Pure-Plays uebergewichtet, Mischunternehmen wie Honeywell oder L3Harris niedriger gewichtet. Diese Methodik haelt den ETF reiner als statische Indizes wie ARKX.
Renditeprofil und Korrelationen
UFO korreliert stark mit dem ARK Innovation ETF (ARKK) und dem Russell 2000 — also mit risikoreichen Wachstumsaktien. In Bear Markets faellt UFO deutlich staerker als der breite Markt: 2022 verlor UFO etwa 30 Prozent, der S&P 500 nur 18 Prozent. In Bull Markets stieg UFO 2024 entsprechend ueber 40 Prozent, der S&P "nur" 24 Prozent. UFO ist also ein Beta-Verstaerker fuer das Space-Thema — nicht ein defensiver Stabilisator.
Steuerlich gilt fuer deutsche Anleger: UFO ist in den USA aufgelegt und qualifiziert nicht fuer das deutsche InvStG-Aktienfonds-Teilfreistellungsverfahren (30% steuerfrei). Wer steuerlich optimiert kaufen will, sollte zu europaeischen UCITS-Alternativen greifen — die im Space-Segment allerdings rar sind. Der iShares Space Tech UCITS ETF (ISIN IE000Q5RTQ91) ist seit Ende 2024 in Europa zugelassen und eine moegliche steuerliche Alternative.